Juni 2020: Der Nazi-Stein von Französisch-Buchholz ist weg!

Wie wir gerade erfahren haben wurde der Nazi-Stein von Französisch-Buchholz wohl in den letzten Tagen entfernt.

Wir werten es als großen Erfolg unserer Kampagne und der kritischen Presse-Öffentlichkeit, dass der Stein nun weg ist.

Antifaschistischer Druck kann etwas bewirken!

Ob die Zusammenarbeit der Verantwortlichen, allen voran Michael Schöps, mit der Neonazi-Partei “Der III. Weg” ebenfalls eingestellt wurde, bleibt zu beobachten.

#französischbuchholz #nazistein #nonazis #derdritteweg #antifa

Mai 2020: Aufkleber gegen den Nazistein

In der vergangenen Nacht wurden in Französisch Buchholz (Berlin-Pankow) an die 1.000 Antifa-Aufkleber verklebt, die auf den Nazi-Stein auf dem Gelände des “Wohnpark Bismarck” hinweisen. Es wurde die Entfernung des Steins und die Verhinderung weiterer “Heldengedenken” mit Neonazi-Beteiligung gefordert. Ebenfalls wurde der Initiator des Steins, der Unternehmer Michael Schöps, öffentlich gemacht.

Auf Indymedia ist ein Artikel erschienen, der die Chronologie noch einmal zusammenfasst: weiterlesen

Mai 2020 – Recherche: Die Seniorenresidenz „Wohnpark Bismarck“ und die Neonazipartei “Der III.Weg” (ergänzt)

Im Pankower Stadtteil Französisch Buchholz in der Hauptstraße 63 liegt die Seniorenresidenz mit dem vielsagenden Namen „Wohnpark Bismarck“. Die Geschäftsführung hat wohl Verbindungen zur neonazistischen Kleinstpartei „Der III.Weg.



Auf dem komplett umzäunten Gelände des Seniorenheims befindet sich seit 2018 ein Denkmal, das in geschichtsrevisionistischer Weise an die beiden Weltkriege erinnert.(1) Das circa 1.30 Meter und 60 mal 60 cm breite Monument ist an allen vier Seiten beschriftet. Auf den jeweiligen Seiten ist zu lesen „Den gefallenen Deutschen Helden beider Weltkriege“, „Den Opfern des alliierten Bombenterrors“, „Zur Erinnerung an die deutschen Heimatvertriebenen“ und „Du sollst an Deutschland Zukunft glauben, an deines Volkes Aufersteh’n“(sic!).

Außerdem sind auf dem Gelände des Wohnparks neben etlichen Bismarck-Statuen und -Büsten auch die Bundesflagge mit dem Eisernen Kreuz in der Mitte und eine schwarz-weiß-rote Fahne an Fahnenmasten angebracht.(2) Das Heim scheint sich mit seiner Namensgebung und Gestaltung speziell an rechte Senior*innen zu richten.

April 2020: Befreiungsaktionen in Pankow

Am 24. April 2020 jährte sich die Befreiung des Bezirks Pankow zum 75. Mal. In Kooperation mit der VVN-BdA Pankow und dem Jugendklub JUP fanden in diesem Jahr keine Veranstaltungen statt.
Stattdessen wurden mehrere hundert Plakate im Bezirk geklebt, in der Schönholzer Heide Blumen niedergelegt und unsere Freund*innen vom Buchladen “Zur schwankenden Weltkugel” stellte einen thematischen Büchertisch zur Verfügung.

April 2020: Audio-Mitschnitte der EAG veröffentlicht

Bild könnte enthalten: Text „SOUNDCLOUD SOUNDCLOUD Vortrag 20. Mai 2019 Fathiyeh Naghibzadeh (Mideast Freedom Forum) Jahre Frauentagsdemo in Teheran Zur heutigen Situation von Frauen im“

In dieser Woche haben wir damit begonnen, die Audiomitschnitte der letzten Jahre zu sichten und werden sie nach und nach veröffentlichen.
Wir haben dafür einen Soundcloud-Account, auf dem jetzt ein Vortrag mit Fathiyeh Naghibzadeh unter dem Motto »40 Jahre Frauentagsdemo in Teheran – Zur Situation von Frauen im Iran« erschienen ist. Er wurde im vergangenen Jahr mitgeschnitten.

Klick:
https://soundcloud.com/eag-berlin/40-jahre-frauentagsdemo-in-teheran-zur-situation-von-frauen-vortrag-mit-fathiyeh-naghibzadeh

Februar 2020: ASISM5 erschienen

Am vergangenen Freitag wurde die neue Ausgabe unserer feministischen Broschüre “ASISM” beim EAG-Tresen feierlich vorgestellt.

Sie ist nun hier auch digital nachzulesen.

Der Inhalt:
Kapitel 1 Feminismus grenzenlos

-Rojava: Patriarchat begegnen – Revolution wagen! – Ella Bremer
-Iran: „Solidarität mit den Frauen im Iran!“ – Interview mit Mina Ahadi
-Italien: Abbiamo un piano, Ni una menos – Natalie, Merle, Rina, Marlene und Silvia von „keinemehr“
-Incels – Sprache und Ideologie eines Online-Kults – Veronika Kracher

Kapitel 2 Praxis & Szene
-Männer, Frauen und sonst nichts – What the fuck!? – AQ
-Queere Organisierung auf dem Land und ihre Schwierigkeiten – Interview mit der F_Antifa Brandenburg und der Qu_Antifa Neukölln
-Kritische Reflektion über Kampfsport – 1 minute less
-Feministisch feiern? – Interview mit Puneh (Power Suff Girls)
-Fotoserie „Something like that cannot exist“ von Emilia Oksentowicz und Anna Kozicha

Kapitel 3 Kritik & Gesellschaft
-Männer, kritisiert euch! – Interview mit Blu Doppe
-Von Marx und fliegenden Tomaten – eine Einführung in den materialistischen Feminismus – Emanzipative & Antifaschistische Gruppe [EAG]
-Definitionsmacht – eine solidarische Diskussion über Pros und Contras – Interview mit e*space und Emanzipative & Antifaschistische Gruppe [EAG]
-„Wir haben Bock zu streiten!“ – Interview mit drift – feminist alliance for communism
-Glossar

Februar 2020: Release der AS.ISM5

In den letzten Monaten haben wir eifrig Texte geschrieben, angefragt, diskutiert, Interviews geführt, Fotos angefragt und eine Broschüre geplant, gelayoutet und in Druck gegeben. Jetzt ist sie fertig und wir können es kaum erwarten, sie euch zu präsentieren.

Im Rahmen des Soli-Tresens der EAG wird am Freitag, dem 28. Februar 2020, die sie nun vorgestellt. Wir freuen uns, euch alle dort zu sehen.

28. Februar – 20 Uhr
“Zum gescheiterten Kollektiv” (Friedrichshain Südkiez)

Weitere Infos unter eag-berlin[at]riseup.net erfragen.

November 2019: Grußwort auf Solikundgebung für die Proteste im Iran

Gehalten am 22. November 2019 auf einer Kundgebung am Pariser Platz:

Liebe Freundinnen und Freunde,

Wir, die Emanzipative & Antifaschistische Gruppe Berlin, freuen uns, heute mit euch gemeinsam hier zu sein um uns mit den Protesten im Iran solidarisch zu zeigen.
Es ist wichtig, heute hier zu sein, wichtig um den protestierenden Menschen im Iran zu zeigen, dass sie nicht allein sind in ihrem Kampf. Wichtig auch, um hier laut zu sein für die Menschen im Iran, um so das ohrenbetäubende Schweigen der Bundesregierung, der deutschen Medien sowie der übrigen europäischen Regierungen entschieden zu skandalisieren und zu übertönen!

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November 2019: Gedenken an die Novemberpogrome 1938

am helllichten Tag und unter aller Augen…

Die Gewalt der Pogrome vom 7. bis 13. November 1938 fand am 9. November ihren vorläufigen Höhepunkt. Überall in Deutschland und Österreich brannten die Synagogen, jüdische Geschäfte und Wohnungen wurden überfallen, demoliert und geplündert. Deutsche Antisemit*innen demütigten, schlugen, vergewaltigten und ermordeten Jüdinnen*Juden. Etwa 30.000 Männer wurden verhaftet und in die Konzentrationslager Buchenwald, Dachau und Sachsenhausen verschleppt. Die Pogrome stellten eine weitere, entscheidende Radikalisierung der antijüdischen Politik des NS-Regimes dar. Bereits zuvor hatten die Nazis die deutschen Jüdinnen*Juden Schritt für Schritt aus der Gesellschaft ausgegrenzt. Nach dem November 1938 wurde die antisemitische Politik immer gewalttätiger und gipfelte letztlich in dem Versuch, alle Jüdinnen*Juden Europas zu vernichten. Bis 1945 hatten die Nazis sechs Millionen Jüd*innen ermordet.

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Oktober 2019: Handout veröffentlicht



Im Rahmen unseres monatlichen Tresens wurde am Freitag unser neues Handout mit dem Titel “Deutschland und der Iran – eine unheimliche Allianz” veröffentlicht. Es fasst die drei Refererate unserer Veranstaltungen im Vorfeld der Proteste gegen den antisemitischen AlQuds-Marsch zusammen. Ergänzt werden die Texte von einem Gruppentext über schiitischen Islamismus in Berlin.

Das Heft kann bei uns bestellt werden oder hier online gelesen werden.