November: Gedenken an die Novemberpogrome

Wie jedes Jahr beteiligen wir uns an der Planung und Durchführung der antifaschistschen Gedenkkundgebung und Demonstration am 9. November in Berlin-Moabit.

Im Vorfeld haben wir einen Input über aktuellen Diskursen zu Antisemitismus und Shoah-Gedenken erarbeitet und am 28. Oktober in der ZGK Scharni und am 2. November im JUP Pankow gehalten.

Die Veranstaltung findet am Mittwoch, dem 9. November 2022 ab 18 Uhr am Mahnmal Levetzowstraße statt. Mehr Infos: https://9november.blackblogs.org/

Redebeitrag auf der Iran-Soli-Kundgebung am 1. Oktober

“Wir sind von der emanzipativen und antifaschistischen Gruppe Berlin und heute hier, um den Kampf gegen das radikalislamische Regime im Iran zu unterstützen.

Wir sind solidarisch mit den linken, säkularen und feministischen Bewegungen im und außerhalb des Irans, deren Ziel die Überwindung der Mullah-Herrschaft ist. Einem Regime, in dem eine Frau ihr Leben riskiert, weil ein Stück Stoff auf dem Kopf nicht „richtig“ saß oder in dem sie, wenn sie als Frau Frauen liebt, mit dem Tod bestraft wird, gilt unser abgrundtiefer Hass und politischer Kampf.
Wir denken, das sollte selbstverständlich sein. Aber leider zeigen sich auf den hiesigen Protestkundgebungen nur wenige unserer feministischen Genoss:innen.

Als die Frauen 1979 im Iran gegen den Schleierzwang protestierten, sah das noch anders aus. Da gab es sogar Solidaritätsbesuche aus dem Westen. Heute wird Exil-Iranerinnen wie Masih Alinejad, die sich gegen den Kopftuchzwang engagiert, und dafür ihr Leben riskiert, von weiten Teilen postmoderner Feminist:innen westliche Propaganda vorgeworfen.”
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Veranstaltungsausblick August/September 2022

Der letzte Tresen ist jetzt knapp eine Woche her und war ein super Einstieg in unsere Versuche, diese Termine auch inhaltlich zu füllen. Etwa 15-20 Menschen hörten sich das Input zur Neonazipartei “Der III. Weg” an und diskutierten mit uns.

Wir haben für die nächsten Monate einiges inhaltliches mit euch vor und wollen hier schon mal unsere nächsten Dates teasern.

Am Freitag, dem 26. August, findet unser nächster Tresen statt, kommt vorbei und helft uns, unsere politische Arbeit zu finanzieren, lernt uns kennen und verbringt den Abend mit uns in der ZGK.

Wir freuen uns auf einen Abend mit den Macher*innen des @boykott_magazin am Montag, dem 29. August. Das Magazin widmet sich in nun schon zwei Ausgaben verschiedenen Blickpunkten von kritischer Männlichkeit. Ort der Veranstaltung ist der Hof des @cafe_morgenrot und des @buchladen_weltkugel

Eine Woche später, am 5. September, laden wir am selben Ort Matthias Küntzel zu einer Lesung aus seinem 2019 erschienenen Buch “Nazis und der Nahe Osten.” ein. Das Ganze findet als Kooperation mit dem @noalqudsberlin Bündnis statt.

Wir freuen uns auf euch.

Juni 2022: Der EAG-Solitresen startet wieder

Am Freitag, dem 24. Juni 2022 geht der EAG-Solitresen nach der Corona-Zwangspause in die neue Runde. Wir öffnen die Türen um 19 Uhr und freuen uns über euren Besuch in der “Goldenen Kettensäge” (Südkiez).

Wie immer gibt es kühle Getränke und einen prall gefüllten Infotisch.

Mai 2022: Proteste und Veranstaltungen gegen den AlQuds-Marsch

Erneut wollen hunderte Antisemit*innen auf dem Kurfürstendamm die Vernichtung Israels fordern. Das antifaschistische Berliner Bündnis gegen den AlQuds-Marsch organisiert Gegenproteste.
Update: Der Aufmarsch wurde abgesagt. Die Gegenproteste auch.

Folgende Veranstaltungen finden in diesem Rahmen statt.
21. April – Iranische Zustände mit Mina Ahadi in der TU Berlin
28. April – Pro Kopftuch und contra Abtreibung mit Koschka Linkerhand in der loge
18. Mai – Zwischen “Profitgier” und “Weltverschwörung” mit Lothar Galow-Bergemann im k-Fetisch

April 2022: Veranstaltungen zum Jahrestag der Befreiung Pankows

Am 24. April jährt sich die Befreiung des Bezirks Pankow durch die Rote Armee. Dieses Datum nehmen wir auch dieses Jahr zum Anlass, um mit mehreren Veranstaltungen das Gedenken an die Opfer des Faschismus und der Shoah am Leben zu halten, auf teils vernachlässigte Aspekte des Gedenkens hinzuweisen und im lokalen Rahmen geschichtliche Aspekte sichtbar zu machen.


Hier kommt ein Überblick über unsere diesjährigen Veranstaltungen:

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März 2022: Zwei antisemitische Angriffe in Berlin

Wie aus der Presse bekannt wurde, gab es in dieser Woche bereits zwei brutale antisemitische Angriffe in Berlin.
Am Montag wurde eine Israelin am Zoo attackiert, weil sie hebräisch sprach. Der Täter schlug ihr dabei mit der Faust ins Gesicht. Im Krankenhaus wurde einen Tag später eine gebrochene Nase festgestellt.
Heute wurde in einem Hotel in Pankow ein Brite angegriffen und ihm seine Kippa vom Kopf geschlagen. Der Angreifer trampelte auf der Kipa herum und schlug dem Betroffenen mehrfach ins Gesicht. Er forderte den Betroffenen außerdem mehrfach auf “Free Palestine” zu rufen.
Beide Angriffe zeigen die enge Verbindung von Israelfeindschaft und Antisemitismus. Allein die hebräische Sprache genügt solchen antisemitischen Angreifern für Gewalt, auch eine Kipa führt dazu, dass Personen mit der Politik des Staates Israel verknüpft werden.
Das ist nichts anderes als Antisemitismus. Und dieser muss auf jeder Ebene und in jeder Form bekämpft werden. Unsere Solidarität gilt den Betroffenen.

Februar 2022: Feministische Aufkleber gegen §218

Im Vorfeld des 8. März haben wir neue Aufkleber gedruckt und werden sie in nächster Zeit ins Berliner Stadtbild bringen.

Wir sind die Meinung, dass die Streichung des §219a ein fauler Kompromiss ist. Vielmehr muss neben dem §219 (“Werbung für den Abbruch der Schwangerschaft”) auch der §218 (“Strafbarkeit des Schwangerschaftsabbruches”) restlos gestrichen werden.

Wenn ihr uns dabei helfen wollt diese Message zu verbreiten, kontaktiert uns und wir schicken euch Aufkleber zu.

Februar 2022: Antisemitismus beim Halle-Gedenken

Es war keine überraschende Entwicklung und trotzdem schockiert die erneute Instrumentalisierung des Hanau-Gedenkens durch Israelfeinde. Schon im letzten Jahr gab es ähnliche Wortmeldungen auf Gedenkkundgebungen in Köln und Wien. Während noch im letzten Jahr das Gedenken des rassistischen Anschlags in Hanau und des antisemitischen und rassistischen Anschlags in Halle zusammengeführt werden sollte, was sich in der Parole „Von Hanau nach Halle“ zeigte, scheinen sich bei relevanten Träger*innen des (Berliner) Gedenkens die Prioritäten deutlich zu verschieben. Der Kampf gegen den Staat Israel und seine Bewohner*innen scheint dabei wichtiger, als das Zusammengehen mit von Antisemitismus Betroffenen. Das ist umso zynischer im Wissen dessen, dass in der Ideologie des Mörders von Hanau der rassistische Vernichtungswille eng mit antisemitischen Verschwörungserzählungen verknüpft war.

Wer nun nicht mehr von „Hanau nach Halle“ gedenken will, sondern „nach Gaza“ und zur „Intifada“ aufruft, also zum Mord an Jüdinnen*Juden, der schließt nicht nur die Betroffenen aus Halle aktiv aus dem Gedenken aus. Er zieht auch das Gedenken an die Hanauer Opfer eines antisemitischen Täters in den Dreck und offenbart seine antisemitische Schlagseite. Der Ruf nach „Intifada“ hat auf linken Demonstrationen nichts zu suchen.

Für eine antisemitismuskritische Linke!

Januar 2022: Aufkleber “Gegen Corona-Leugnung und Verschwörungsideologien”

Im Vorfeld der Coronaleugner-“Spaziergänge” in Hellersdorf, Lichtenberg, Prenzlauer Berg und vor allem in Pankow sind heute mehrere tausend thematische Schnipsel auf den Routen oder an Umsteigebahnhöfen der Schwurbler*innen aufgetaucht.

Sie sollten sie auf ihren Wegen, nicht nur an ihren Zielorten, daran erinnern, dass ihre Pandemieleugnung, ihre Verhöhnung der Corona-Toten nicht unwidersprochen bleibt.